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Gewässerwanderung EPS Sektion Zürich

am Sonntag, den 11. Juli 2010

Witikon – Trichterhausermühle – Zollikerberg

Eigentlich war es diesmal keine klassische Wanderung dem Wasser entlang, denn «feuchtes Element» trafen wir – übrigens bei schönstem Wetter aber auch drückenster Hitze (34 º C) – nur während der Überquerung des Wehrenbaches bei der Trichterhausermühle an (und dann auch noch beim Blööterliwasser und Bier).

Ja, diese Hitze! Davor mussten leider viele ältere unserer traditionellen Gewässerwanderer/-innen zum Voraus kapitulieren – schade. Aber ein kleines Trüpplein  begrüsste sich umso intensiver am Treffpunkt in Witikon., worauf der Spaziergang zum nahe gelegenen ursprünglichen Dorfteil Witikon losging. Dieser erinnert einem gleichsam fast an Brienz, nur sind die behäbigen Bauernhäuser samt ihren Scheunen mit Kuhstall bis zum mächtigen Dachstock, prächtig zwäggmacht, nun durchgehend von «Zweifüssern» bewohnt. Zwischendurch gibt es noch Kleingewerbe, die Vorgärten laden zum Sattsehen ein. Wie viele Arbeitsstunden stecken wohl dahinter?

Weiter geht’s – den Kirchenhügel hinauf. Nidle kommt recht ins Schnaufen - «Sy mer nit bald dobe, i ma bi tüüri bald nümm! Gibbong», klagt er. Doch der Weg hat sich gelohnt. Auf dem Seitenmoränenhügel, durch den Lindtgletscher entstanden, steht das schmucke alte Witiker-Kirchlein (unzählige Ja-Worte wurden im schlichten Kirchenraum schon ausgesprochen).  Es ist mit rotbraunen Schindeln bedeckt und strahlt mit seinen weissen Mauern und seinem Turm weit herum, sein vergoldetes Zifferblatt gleisst in der Sonne. Die Aussicht ist wunderbar – bei klarem Wetter reicht das Panorama vom Glärnisch bis zu den Berner Hochalpen. Das Bänkli unter der Linde lädt zum Verweilen ein.

Doch weiter geht’s, hinunter nach der Trichterhausermühle, einem bekannten Bachübergang mit guter Gastlichkeit im Wehrenbachtobel. Unterwegs vernehmen wir, dass das Kirchlein während der französischen Besetzungszeit unseres Landes 1799 stürmische Zeiten erlebt hat. Der Hügel diente den Franzosen als Vorposten im Umzingelungsring um die Stadt Zürich, bis die Besatzung von österreichischen Einheiten unter Kanonendonner Richtung Stadt vertrieben wurden. Die Schlacht bei Witikon forderte etliche Gefallene, Kanonenkugeln in der Aussenmauer des Kirchleins erinnerten noch lange an diese bewegte Zeit. Trichtenhausen selbst entstand aus den «Häusern des Trichtilo» (Verkleinerung des Namens des altdeutschen Stammes –trucht- = Kriegsschar).

Nach diesem Rückblick in die Geschichte erreichten wir bald einmal das Restaurant Rosengarten auf dem Zollikerberg, wo uns Möps begrüsste und wir bei wohltuender Tranksame noch etliche Zeit fröhlich beisammen sassen. Schade nur, dass viele unserer stets treuen «Wanderkameraden/-innen» aus verständlicher, altersbedingter und gesundheitlicher, Vorsichtsmassnahme (Hitze!) nicht mittun konnten. Das nächste Jahr dann wieder.

                                                                                                             Gibbon

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