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3. Begegnungstreffen ISGF-Subregion Zentraleuropa in Polen

28. August bis 4. September 2011

Bei dem Begegnungstreffen hatten die 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer neben dem guten Wetter auch vielerlei Gelegenheit, Ermland und Masuren kennenzulernen. Nach sieben Tagen in Perkoz ging es dann über die Marienburg noch für vier Tage nach Danzig. Ich glaube sagen zu können, alle Teilnehmer waren zufrieden, weil sowohl das Wetter, das Essen, die Landschaft, die Menschen und das Miteinander stimmte.

Die Mitgliedsländer der Subregion Zentraleuropa haben im Spätsommer in Perkoz (übersetzt: Haubentaucher) an der Masurischen Seenplatte und hernach in Danzig das 3. Begegnungstreffen abgehalten. Die Anreise nach Perkoz war individuell, mit der Bahn oder mit dem Flugzeug über Danzig und dann mit einem gemieteten Bus bis zum ökologischen Pfadfinderzentrum Perkoz, von dem es bis Allenstein (Olsztyn) noch etwa 35 km sind. Das Haus liegt mitten im Wald an einem grossen See mit der Möglichkeit, Segel-, Ruder- und Tretboote zu leihen. Ausser einer Busfahrt nach Allenstein mit einer Stadtführung, nach Grunwald zum Tannenberg-Denkmal als Erinnerung an die Schlacht der Polen mit ihren Verbündeten im Juli 1410 gegen den Deutschen Ritterorden und zu einem Bauernmarkt in Olsztynek (Hohenstein) konnte sich jeder so bewegen, wie er es mochte. Während der Zeit in Perkoz tagte der Deutsche Vorstand zusammen mit dem Vorstand der Subregion. Darüber hinaus gab es zwei Angebote: Ornithologie und Bienenhaltung. Da das Zentrum in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet liegt, konnten sogar Seeadler beobachtet werden – und natürlich die Haubentaucher und Enten. Beim Atelier Bienenhaltung wurde Honig und Bienenwachsprodukte gekauft, Ein Bauernmarkt fand in einem wunderschönen und weitläufigen Freilichtmuseum statt und die angebotenen Sachen fanden grossen Zuspruch. Der Besuch des Denkmals bei Tannenberg gab uns auch die Gelegenheit das hübsche kleine Museum, in dem Bilder von den Burgen und Adelssitzen des Deutschen Ritterordens zu sehen waren, anzusehen. Jeden gabs einen kurzen Morgenkreis für Tagesinformationen, der mit einem Spruch zum Tag und einem Lied begonnen wurde. Die Mahlzeiten waren einfach, aber sehr reichhaltig und gut. Jeden Abend gab es Gesprächsrunden, Singen, dank unserer vier Pfadifreunde aus Portual gar Latin-Tanz-Unterreicht. Der Schlussabend war toll: Grillieren und Lagerfeuer beim recht grossen Holzpavillon mit Tischen und Bänken. Es gab Lagerfeuer-Produktionen, sehr spontane sogar, und es wurde gesungen bis in den frühen Morgen – mit drei Gitarren und vier Spielern ein Genuss. Auf der sonntäglichen Fahrt nach Danzig hatten wir Gelegenheit, in der Stadt Malbork am Fluss Nogat unter kundiger Führung die riesige Marienburg zu besichtigen sowie eine wunderschöne Hanse-Sail in der Stadt Gdingen mit dem Besuch eines recht geräumigen Windjammers, der den polnischen Pfadfindern gehört und mit dem sie diesen Sommer nach Schweden ans Weltjamboree gesegelt sind. In Danzig hatten wir zunächst einen Empfang beim Vizepräsidenten der Stadt im Neuen Rathaus, der auch ein Pfadfinder war. Eine Stadtführung, der Besuch der Westernplatte mit Bus oder Schiff, ein Orgelkonzert in Oliwa, der Singabend mit dem Danziger Liedermacher Andrzej Starzec, wo wir dank eines polnischen Liederhefts (mit deutscher Übersetzung) gar ein bisschen auf Polnisch singen lernten und das Fussballspiel Polen–Deutschland (2:2) waren gewiss einige Höhepunkte. An der Hauptstrasse in der Altstadt, dem Langen Markt, gab es reichlich Gelegenheit, in einer Gartenwirtschaft den Schlummertrunk zu geniessen. Die Begegnung mit der gigantischen Bautätigkeit von Baufirmen aus aller Welt für eine Autobahn in Hinblick auf die Fussball-Europameisterschaft im Juni/Juli 2012 konnte nicht recht erfreuen. Polen mit so viel urwüchsigen Naturschönheiten, wie lange werden sie noch unverdorben bleiben können? Mit dem Dank an die Teilnehmer und an alle, die sich bei dieser Begegnung eingebracht und dafür gesorgt haben, dass alles lief, vor allem bei Teresa über die ganze Dauer und bei Bogdan in Danzig, schloss der Organisator Manne Bosse das Treffen auf dem Platz vor der Pfadfinderherberge in Danzig ab. Ich danke Manne herzlich für dieses grossartige Altpfaditreffen, bei dem wir auch sehr viel über die deutsch-polnische Geschichte lernen durften. Wer einmal von diesem grossen und menschenfreundlichen historischen Wissen profitieren will, wende sich z.B. an Herbert Krisam, den ehemaligen Präsidenten des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden, Hölterstrasse 4, D-45470 Mülheim an der Ruhr, Tel. 0049 0208 34275. Was bei ihm an Wissen schlummert, ist grossartig.

Esther Hausammann/Mungo und Auszüge aus «ZE@aktuell» 3/2011 von Manne Bosse